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2009, schreibkraft, Nr. 18
Angesichts der scheinbar zunehmenden Zahl an Entführungen von Touristen in der Sahara untersucht der Essay die Reisesicherheit in dieser Region im historischen Vergleich unter besonderer Berücksichtigung des Einflusses der Kolonialisierung. So werden Parallelen zwischen den handelspolitisch und imperialistisch motivierten Expansionsbemühungen Frankreichs im 19. und 20. Jahrhundert und den nunmehrigen, energiepolitisch motivierten Interventionen der USA und anderer neuer Großmächte in der Sahara und dem Sahel gezogen. Besonderes Augenmerk wird zum Einen den Ursachen und Hintergründen der neuerlichen Rebellion der Tuareg gegen die drohende nukleare Versuchung durch einen expansiven Uranabbau im Norden des Niger gewidmet. Zum Anderen werden die plausiblen Hintergründe von sog. "Terror-Aktivitäten" gegen Touristen in Algerien und Umgebung rekonstruiert, woraus sich der Schluss ableiten lässt, dass diese Aktivitäten im Wesentlichen militärische Desinformationsstrategien zur medialen Schaffung von Legitimation für militärische Interventionen der USA und regionaler Regierungen seien, um den Einfluss auf die Ausbeutung regionaler Energievorkommen zu sichern.
2013 •
Friedl, H. A.: Freiheit – Limitation: Peak Oil und Anti-Terror-Krieg. In: Egger, R. & Herdin, T. (Hg.): Tourismus im Spannungsfeld von Polaritäten. Wien: Lit Verlag, S. 275-292.
Freiheit und Limitation - Peak Oil und Anti-Terror-Krieg2010 •
Continuous growth is a paradigmatic aim of successful tourism development. Crucial conditions therefore are unlimited cheap energy as well as the freedom to travel, security and peace. In reality, it is already proven that the era of cheap energy, delivered by oil, is slowly coming to an end („Peak Oil“). To come along with this constraint, dominant governments like the USA are forced to intervene to ensure their access to oil in the short and middle term, as shown on the example of the „War against Terror” of the USA in North- and West Africa. An unwanted side-effect of this strategy is the destabilization of the concerned regions, followed by growing pressure on the resources Freedom of travel and security for western travellers. Thus, in consequence of shrinking oil reserves, international tourism has to face a growing potential of conflicts, which finally means: We are approaching the end of unlimited tourism growth.
Die territorialen Grenzen in der Sahara zwischen Mali, Niger, Algerien und Libyen sind seit jeher permeabel und die Tuareg nutzen sie für ihre Strategien von Handel, Schmuggel und Migration. Doch seit dem Libyenkrieg hat sich viel verändert. Zudem sind neue Akteure auf den Spielplatz Sahara gekommen, die an den Ressourcen der Region interessiert sind. Re-Published and Translated: Die Sahara, ein schwelendes Pulverfass? Wirtschaftliche und politische Machtspiele. In: Zeit-Fragen, Zeitung für freie Meinungsbildung, Ethik und Verantwortung, November 2012 http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1208&print=1&no_cache=1 Au Sahara, le feu couve dans la poudrière. Des jeux de pouvoir économiques et politiques. In: Horizons et débats no 49/novembre 2012 The Sahara, a smoldering tinderbox? Economic and political power games. In: Current debates, nr 49, november 2012
2021 •
Noch vor nicht allzu langer Zeit wussten die meisten Deutschen kaum etwas über die Länder im westlichen Sahel. Und kaum jemand war vorbereitet auf den Kollaps Malis und die Destabilisierung der gesamten Region. Anfang 2012 rebellierten Tuareg-Gruppen in Malis Norden, in der malischen Hauptstadt Bamako putschte das Militär, die Herrschaft von Präsident Amadou Toumani Touré ging nach zehn Jahren zu Ende. Malis Norden fiel in die Hände der Aufständischen. Die Rebellen riefen den unabhängigen Staat »Azawad« aus. Die Kontrolle übernahmen jedoch bald Dschihadisten, von denen viele in den vorangegangenen Jahren ins Land gekommen waren. Die säkularen Rebellen, mit deren Aufstand alles begonnen hatte, wurden verdrängt. Im Jahr 2013 intervenierten Frankreich und mehrere afrikanische Staaten. Mit ihrer Hilfe konnten die urbanen Zentren Malis zurückerobert werden. Doch langfristige Stabilität stellte sich nicht ein, auch nicht durch die Präsenz einer europäischen Ausbildungsmission (EUTMEuropean Union Training Mission Mali) und einer Mission der Vereinten Nationen (MINUSMAUnited Nations Multidimensional Integrated Stabilization Mission in Mali). Schlimmer noch, auch Malis Nachbarstaaten Burkina Faso und Niger wurden in den vergangenen Jahren immer instabiler. Dieser Band beschreibt die wichtigsten Aspekte der historischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung Malis sowie der vier Staaten Mauretanien, Burkina Faso, Niger und Tschad, mit denen Mali seit 2014 die »G5 Sahel« bildet und seit 2017 in der gemeinsamen Eingreiftruppe »Force conjointe du G5 Sahel« militärisch kooperiert. Zahlreiche Karten und Abbildungen sowie ein umfangreicher Serviceteil ergänzen die Informationen über die ausgewählten Staaten.
2009 •
Tourism to indigenous populations is criticised as a form of modern colonialism, because the dominating tourist culture might overwhelm the so called fragile indigenous culture. This ethical research tries to evaluate this assertion on the example of tourism to the Tuareg-nomads in the region of Agadez, Republic of Niger, West Africa, Central Sahara. Therefore, interviews haven been done with a large number of local tour operators, tourists and the concerned Tuareg population of the Tuareg village of Timia in the central Aïr Mountains. The reconstructed structures and dynamics of the regional tourism development have been evaluated by an ethical model which is based on the principles of cybernetics and of sustainable development. The ethical evaluation can proof, that tourism to Agadez in its present form doesn't destabilize the regional structures, even if there is a strong and sometimes even hostile concurrence between the Tuareg tour operators. Nevertheless tourism is an important economical factor of integration as the region suffers from unemployment, poverty and drought. By the population of Timia, tourism is seen as a tool to find contact to Europeans, who love to support this "idyllic but starving" village. Obviously, the Tuareg from Timia have learnt to take advantage of those who are looking for an exotic, but endangered world to save. Finally, most of the so found indicators don't support the assertion that tourisms to Tuareg nomads in the Agadez region could be a significant factor of its destabilization or something worse. Reisen zu indigenen Kulturen sind umstritten, weil diese im Vergleich zur Tourismuskultur als fragil und somit als gefährdet gelten. Die Richtigkeit dieser Hypothese wird am Beispiel von Tourismus zu Tuareg-Nomaden in der Region Agadez, Zentralsahara, überprüft. Dazu wurden die historischen, politischen, ökonomischen und kulturellen Rahmenbedingungen und Entwicklungsprozesse der Region als auch der Bevölkerung des Bergdorfes Timia untersucht. Im Zentrum der empirischen Untersuchungen standen die Strukturen der regionalen Tourismusentwicklung, wozu regionale Agenturbetreiber und Sahara-Touristen befragt wurden. Als Methode dienten Befragungen und Kataloganalysen. Als Evaluationsmaßstab wurde das System einer kybernetischen Ethik entwickelt, die sich an die Prinzipien der "nachhaltigen Entwicklung" anlehnt. Besonderes Augenmerk galt auch der ideologiekritischen Analyse des Tuareg-Mythos. "Tuareg-Tourismus" wird überwiegend von urbanisierten Tuareg-Nomaden und einstigen Tuareg-Rebellen betrieben. Charakteristika der Tourismusstruktur sind ein weitgehend ungelenktes Tourismuswachstum, intensives Konkurrenzverhalten und geringe interkulturelle Qualifikation des Personals. Die Region leidet unter Arbeitslosigkeit und Dürren, weshalb die ökonomische Rolle des Tourismus signifikant ist, doch diese Einkommenschance trägt auch zu inneren Konflikten bei. Insofern weist Tourismus sowohl stabilisierende als auch destabilisierende Tendenzen auf. Die Evaluation einer Rundreise konnte keine wesentlichen soziokulturellen und ökologischen Belastungen nachweisen. Die Belastungen des gesamten Tourismusaufkommens, maximal 4.000 Personen pro Jahr, halten sich aufgrund des großen Reisegebiets in Grenzen. Die Befragung der Bewohner der Bergoase Timia ergab, dass Tourismus als willkommene Einkommensalternative sowie als Mittel betrachtet wird, um Entwicklungsprojekte zu requirieren. Dieser Haltung der Bevölkerung wird vor dem Hinterrund der Transzendentalpragmatik und des Kulturalismus auf deren Legitimationskraft analysiert. Im Ergebnis kann die spezifische Form des Tuareg-Tourismus als vertretbar nachgewiesen werden, weil in seiner gegenwärtigen Form die stabilisierenden Effekte dominieren. Die Kritik am Tuareg-Tourismus wird zum Teil als Ausdruck exotisierender Projektionen entlarvt.
Traugott-Bautz Verlag
Reisen zu den Wüstenrittern. Ethno-Tourismus bei den Tuareg aus Sicht der angewandten Tourismus-Ethik.2009 •
Dies ist die Buchfassung meiner Dissertation über die ethische Vertretbarkeit von Tourismus zu den Tuareg. Reisen zu indigenen Kulturen sind wegen deren angeblichen Verletzlichkeit verpönt. Diese Berechtigung dieser Ansicht wird am Beispiel von Tourismus zu Tuareg-Nomaden in der Region Agadez, Zentralsahara, überprüft. Dazu wurden die historischen, politischen, ökonomischen und kulturellen Rahmenbedingungen und Entwicklungsprozesse der Region sowie auch jene des Bergdorfes Timia in den Aïr-Bergen untersucht. Besonderes Augenmerk galt den Strukturen der regionalen Tourismusentwicklung, wozu regionale Agenturbetreiber, Sahara-Touristen sowie Angehörige der betroffenen Landbevölkerung interviewt wurden. Weiters wurden die Kataloge von europäischen Reiseveranstaltern analysiert. Schließlich wurde auch eine Trekking-Reise mittels teilnehmender Beobachtung evaluiert, wobei keine wesentlichen soziokulturellen und ökologischen Belastungen nachweisbar waren. Als Evaluationsmaßstab wurde das System einer kybernetischen Ethik entwickelt, die sich als personelle Ausprägung der "nachhaltigen Entwicklung" versteht. Ein weiterer Schwerpunkt war die ideologiekritische Analyse des Tuareg-Mythos. "Tuareg-Tourismus" wird überwiegend von urbanisierten Tuareg-Nomaden und einstigen Tuareg-Rebellen betrieben. Charakteristisch sind das weitgehend ungelenkte Tourismuswachstum, intensives Konkurrenzverhalten der Reiseveranstalter und geringe interkulturelle Qualifikation des Personals. Die Region leidet unter Arbeitslosigkeit und Dürren, weshalb die ökonomische Rolle des Tourismus signifikant ist. Jedoch trägt diese Einkommenschance auch zu inneren Konflikten bei. Insofern weist Tourismus sowohl stabilisierende als auch destabilisierende Tendenzen auf. Die Belastungen des gesamten Tourismusaufkommens, maximal 4.000 Personen pro Jahr, halten sich aufgrund des großen Reisegebiets in Grenzen. Die Befragung der Bewohner der Bergoase Timia ergab, dass Tourismus als willkommene Einkommensalternative sowie als Mittel zur Requirierung von Entwicklungsprojekten betrachtet wird. Dieser Sichtweise wurde abschließend vor dem Hinterrund der Transzendentalpragmatik und des Kulturalismus auf deren Legitimationskraft analysiert. Im Ergebnis konnte die spezifische Form des Tuareg-Tourismus als vertretbar nachgewiesen werden, weil in seiner gegenwärtigen Form die stabilisierenden Effekte dominieren. Die Kritik am Tuareg-Tourismus konnte insofern im Wesentlichen als Ausdruck exotisierender Projektionen entlarvt werden.
The last Tuareg rebellion in Mali (2012) has paved the way for several islamic terrorist groups to fight for an islamic state in West Africa. After the establishment of the Islamic State in Libya links are being created between both movements.
Reise Know-how, Peter-Rump Verlag
Kultur Schock Tuareg2008 •
Um die „Wüstenritter“ der Zentralsahara ranken sich viele Mythen, die auf einer ruhmreichen Vergangenheit und europäischen Einflüssen beruhen. Die Gegenwart der Tuareg ist indes von umfassendem Wandel geprägt, der Werte und Wirtschaft ebenso betrifft wie Politik und Umwelt. Dürren und Rebellion prägten die Nomadenkultur genauso wie moderne Technologie und Tourismus. Wie bewältigen diese Menschen am Rande des Sahel die Gratwanderung zwischen Kamel und Toyota, zwischen Schwert und Kalaschnikow, zwischen Ziegen und Touristen? Dieses Buch ist eine Spurensuche nach dem Aufbruch einer idealisierten, traditionsgeprägten Kultur ins 21. Jahrhundert. Aus dem Inhalt : - Mythos Blauer Ritter – Traum und Wirklichkeit - Hirten und Gärtner – Überlebenstechniken - Assahk – die wahren Werte des „echten“ Tuareg - Salzkarawane – der beinharte Marathon - Silberschmuck und Lederwaren - Timbuktu und Ghadames – Weltkulturerbe - Das Teeritual – süß wie die Liebe, bitter wie das Leben, sanft wie der Tod - Aberglaube: Strategien gegen Hexen und Teufel, Werwölfe und Dämonen - Rebellion in Mali und Niger gegen Zentralstaat, Tradition und Verlorenheit - Ishomars – der Wandel von Gadhaffis Söldnern zu freundlichen Touristenführern - Überfälle und Entführungen – sind Reisen in die Sahara noch sicher?
2005 •
PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft
Die militärpolitische Emanzipation Deutschlands – Afrika als Exerzierplatz?Friedl, H. A. (2008). Und ewig zieht die Karawane... Kulturtourismus als Instrument zur Förderung der Tuareg-Kultur in der Region Agadez? In: K. Luger &, K. Wöhler (Ed.): World Heritage and Tourism. Schützen und Nützen aus einer Perspektive der Nachhaltigkeit. Innsbruck: Studien-Verlag, S. 407-424.
Und ewig zieht die Karawane... Kulturtourismus als Instrument zur Förderung der Tuareg-Kultur in der Region Agadez?2008 •
2018 •
Auslandsinformationen
Unheilvolle Allianzen - Zum Zusammenhang von schwacher Staatlichkeit, internationalem Kokainhandel und islamistischem Terrorismus in Westafrika2017 •
In: In: Meyer, Günter (Hrsg.): Die Arabische Welt im Spiegel der Kulturgeographie. Mainz 2004, pp. 390-399 (=Veröffentlichung des Zentrums zur Erforschung der Arabischen Welt (ZEFAW), 1)
Tourismus im Maghreb: Quo Vadis?2004 •
DER BÜRGER IM STAAT
Dschihadismus Made in France und TerrorismusbekämpfungHttp Edoc Vifapol De Opus Volltexte 2015 5787 Pdf Hamburgerbeitraege_Petretto_Jan2012 Pdf
Diebstahl, Raub und erpresserische Geiselnahme im maritimen Raum : eine Analyse zeitgenössischer Piraterie2012 •
Working Papers of the Department of Anthropology and African Studiesof the Johannes Gutenberg University Mainz
"This is not our homeland" Die alltägliche (Re-)Produktion von Nation in einem saharauischen Flüchtlingslager2012 •
Die vietnamesische Mafia
Chronologie der Organisierten Bandenkriminalität -Ermittlungsgruppe Vietnam2019 •
2016 •
Bulletin zur schweizerischen Sicherheitspolitik
Do No Crime: Organisiertes Verbrechen als Entwicklungsherausforderung2017 •
2011 •
“Die erste ‘muslimisch-demokratische’ Partei? Die AKP und die Reform des politischen Islams in der Türkei” in Muriel Asseburg (ed.), Moderate Islamisten als Reformakteure: Rahmenbedingungen und Programmatischer Wandel (Berlin: Stiftung Wissenschaft und Politik, 2007), pp. 22-29
Die erste ‘muslimisch-demokratische’ Partei? Die AKP und die Reform des politischen Islams in der Türkei2007 •
PERIPHERIE – Politik • Ökonomie • Kultur
Transnationale Migration – eine dauerhafte Perspektive? Saharauische Flüchtlinge zwischen agency und vulnerabilityGlobal processes of flight and migration. The explanatory power of case studies. Globale Flucht- und Migrationsprozesse. Die Erklärungskraft von Fallstudien
Von Zentralafrika nach Brasilien und Französisch-Guyana: Transnationale Migration, globale Ungleichheit und das Streben nach Hoffnung2020 •
Francia 41 (2014) 201-224
Frankreichs Süden. Der Midi und Algerien, 1830-19622014 •