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Berliner Journal für Soziologie
Struktur? Physis? Situation? Zur Erklärung von GewaltZusammenfassungDie soziologische Gewaltforschung verharrt vor allem in der begrifflichen Auseinandersetzung um das Gewaltverständnis. Der vorliegende Beitrag lenkt den Blick dagegen auf die Erklärung von Gewalt und zieht das struktur-individualistische Grundmodell soziologischer Erklärung von Coleman und Esser heran, um die Diskussionslinien zu vereinen. Hierfür wird skizziert, welche Diskussionsstränge in der Gewaltforschung auszumachen sind und welche Leerstellen nach wie vor bestehen. Der Bezugsrahmen des Grundmodells wird daran anschließend unter Rückgriff auf Randall Collins’ situationale Perspektive auf Gewalt entlang der Logik der Situation, der Selektion und der Aggregation vertiefend vorgestellt. Es wird gezeigt, dass dieser Bezug ermöglicht, die scheinbar unvereinbaren Positionen innerhalb der Gewaltforschung nicht nur zu verorten, sondern explanatorisch zu integrieren.
KörperKulturen
Leib - Körper - Gewalt. Zur Relevanz leib- und körpertheoretischer Überlegungen für die Gewaltprävention2010 •
2021 •
Protokolle zur Bibel
Die Machtstrukturen der Gewalt in Hoheslied2009 •
The term power is defined according to the Latin terms vis, violentia, potestas und potential and applied to Song of Songs. Different aspects of power are evaluated. These are the woman at the king’s court, the woman and her brothers, between intimate and illegitimate love, the self hazard of love and vocabulary of force and power as expression of love.
This article focuses on the epistemological and normative crisis of the critique of power, which was initiated by the ontological generalisation of the concept of power following the theories of power of Hannah Arendt and Michel Foucault. The challenge for a contemporary critique of power lies in conceptualizing power both as a relation of inequality (power over) and as collective agency (power to), and in articulating this combination in a normative perspective. The article argues that this task can be fulfilled if, in a first step, power is differentiated from violence. In a second step, their historical intersections in the forms of “power to violence” and “power of violence” can be worked out. These forms of power are accompanied by the effects of social rupture and reification, which offer criteria for a normative critique of power.
Bibel und Liturgie
Zum Weltverständnis gewaltfreien Handelns2015 •
Gewaltfreies Handeln im politischen Raum verwundert, ja befremdet. Warum wirkt solches Handeln so fremd? Befremdlich ist es zunächst einfach deshalb, weil es selten ist. Gewöhnlich und gewohnt sind wir andere Handlungsweisen. Der amerikanische Theologe Walter Wink spricht vom Grundmythos der erlösenden Gewalt, in dem wir seit Jahrtausenden gefangen sind. Die Frage drängt sich auf, woher der Mut, woher die Phantasie, woher die Kraft für ein Handeln kommt, das sich diesem Mythos, wonach allein Gewalt Lösung bringt, verweigert. Es bedarf offensichtlich einer bestimmten geistigen Grundhaltung, um zu gewaltfreien Handlungsweisen zu gelangen. Mit dem Wort „geistig“ sind dabei nicht besondere kognitive Ressourcen gemeint, sondern im Sinne des alten Wortes geistlich und des modernen Fremdwortes spirituell geht es um ganzheitliche Lebenshaltungen und Einstellungen.

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Autorität. Krise, Konstruktion und Konjunktur. Hrsg. von Oliver Kohns, Till van Rahden und Martin Roussel. Paderborn: Fink 2016 (Texte zur politischen Ästhe¬tik; 5), S. 41–73
Zur Kritik der Autorität im »Erscheinungsraum« der Moderne (Figur, Begriff, Gewalt)2016 •
2021 •
Die Macht, die von unten kommt. Ethos der Solidarität und Politik des Alltagslebens, in: Ethik im Lichte der Hermeneutik, ed. Andrzej Przylebski, Königshausen&Neumann: Würzburg 2010, pp. 189-200
Die Macht, die von unten kommt. Ethos der Solidarität und Politik des Alltagslebens