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Studia Linguistica
Generisches Maskulinum vs. „geschlechtergerechte“ SpracheThis article deals with the current public discussion in Germany about so-called gendering. It is a kind of “culture war” between a small but very vocal social group fighting tooth and nail for “gender equality” in everyday language practice and the advocates of language purity and the opponents of language distortion on the other side. The author begins with a brief account of earlier attempts to manipulate language for ideological and political purposes before moving on to the various forms of distortion of contemporary German in terms of a completely false interpretation of women’s emancipation. Language is an invaluable cultural asset that must be protected just like cultural and natural monuments (monument and nature conservation).
Zeitschrift für germanistische Linguistik
Zur Diskussion: Geschlechtergerechte Sprache als Thema der germanistischen Linguistik – exemplarisch exerziert am Streit um das sogenannte generische Maskulinum2019 •
Online: https://soziopolis.de/lesen/buecher/artikel/gefangen-in-der-paarfabrik/
2010 •
2021 •
Der vorliegende Artikel untersucht, inwiefern, und wenn ja, wie konsequent in wissenschaftlichen Artikeln gegendert wird. Analysiert wurden alle 2020 erschienen Artikel in der Deutschen Zeitschrift fur Philosophie. Unsere Ergebnisse zeigen, dass lediglich in 16 von 35 Artikeln gegendert wurde. Von diesen 16 Arbeiten gendern wiederum nur funf in mehr als 50% der Falle. In keinem einzigen Artikel wird jede Personenbezeichnung, die potentiell gegendert werden konnte, auch tatsachlich gegendert. Das heist, in jedem einzelnen Artikel gibt es mindestens ein “ubersehenes generisches Maskulinum”. Unsere Hypothesen, dass generische Maskulina ofter “ubersehen” werden, wenn sie entweder nicht im thematischen Fokus des Artikels stehen oder Fachbegriffe sind, konnten beide bestatigt werden.
Der Text handelt von einem Material, das luftig und leicht daherkommt und das sich gerade deshalb schwer fassen lässt – in praktischer wie theoretischer Hinsicht. Die Rede ist von fluiden Schäumen. Ein trivialeres und belangloseres Material scheint kaum zu existieren, denn flüssiger Schaum begegnet uns im Alltag laufend: beim Rasieren und Duschen, im Bier oder Cappuccino, bei der Zahnpflege, der Haarwäsche, beim Linsen kochen und Spülen des Geschirrs, bei der Autoreinigung und beim Wohnungsputz, beim Bereiten von Eischnee und so fort. Der Luftikus unter den Materialien wird wegen seiner vergänglichen Banalität und Nebensächlichkeit schnell übersehen. Doch obwohl es seine fragile und fast schwerelose Beschaffenheit nahelegen mag, ist liquider Schaum weder ein theoretisches Leichtgewicht noch ein Thema ohne Substanz. Vielmehr ist er im doppelten Wortsinne subtil: ein zartgliedriges, feines Gewebe aus unzähligen Bläschen, das auf den geringsten Windhauch mit einem Zittern reagiert, und eine knifflige Angelegenheit für das Denken des Materiellen. Fluide Schäume sind »Stoffe in Bewegung«, sie sind ›im Fluss‹ und kennen lediglich metastabile Zustände. Um ihrem prozessualen Charakter gerecht zu werden, bezeichne ich Schaumbildungen im Folgenden als aphrogene Produktionen. Der Begriff der Aphrogenese leitet sich vom griechischen Wort ›aphrós‹, zu Deutsch: Schaum, ab und verweist auf die dynamische Hervorbringung und die kontinuierlichen Transformationsvorgänge, die zum Lebenszyklus dieses ephemeren Materials gehören. Aphrogene Produktionen sind somit gewissermaßen ›Schaumgeburten‹, die wachsen und vergehen; sie sind Materialisierungen im Prozess.

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Genus – Sexus – Gender
„Genus – Sexus – Gender“ – ein spannungs- und ertragreiches Themenfeld der LinguistikAnne-Kathrin GÄRTIG/Roland BAUER/Matthias HEINZ (eds.), Pragmatik – Diskurs – Kommunikation. Festschrift für Gudrun Held zum 65. Geburtstag / Pragmatica – discorso – comunicazione. Saggi in omaggio a Gudrun Held per il suo 65mo compleanno, Wien (Praesens Verlag) 2018
Pragmatik – Diskurs – Kommunikation. Festschrift für Gudrun Held zum 65. Geburtstag / Pragmatica – discorso – comunicazione. Saggi in omaggio a Gudrun Held per il suo 65mo compleanno, Wien 2018.2018 •
Informationen Deutsch als Fremdsprache
Barié-Wimmer, Friederike: Wissen, Sprache und Kultur. Ein Beitrag zur Analyse der kommunikativen Gattung Interview. München: iudicium, 2018. – ISBN 978-3-86205-617-0. 368 Seiten. € 52,002020 •
Trix + Robert Haussmann: Kultur der Formgebung
Trix und Robert Haussmanns „Maniersmo critico“. Ironie als Fortsetzung moderner Ethik mit anderen Mitteln, in: Gabriela Güntert, Bruno Maurer, Arthur Rüegg (Hg.), Trix + Robert Haussmann: Kultur der Formgebung, Zürich: gta Verlag 2017, S. 198–2152017 •
Aspekte der philologischen Forschung von Jacob Grimm und der Märchenübersetzung ins Polnische, S. 67-77,
Das Generische Maskulinum bei Jacob Grimm2014 •
Zeitschrift für deutsche Philologie
Lyrische Oberflächen. Hermeneutik und Gattungspoetik bei Wolfgang Hilbig. In: Zeitschrift für deutsche Philologie 131:2 (2012), S. 251–274.2012 •
2010 •
Rhetorik. Ein internationales Jahrbuch
"Wahrsprechen, Wortergreifung und 'Collateral Murder'. Zur Aktualität von Michel Foucaults Begriff der parrhesia", in: Rhetorik. Ein internationales Jahrbuch 32, 2013, 71-92.2013 •
Sexismus durch Sprache oder Zensur der Kunstfreiheit? Die Debatte über gendergerechte Sprache am Beispiel von Gomringers Gedicht Avenidas. Zweite, überarbeitete Version
Sexismus durch Sprache oder Zensur der Kunstfreiheit? Die Debatte über gendergerechte Sprache am Beispiel von Gomringers Gedicht Avenidas. Zweite, überarbeitete Version2020 •
2015 •
H-Net Reviews in the Humanities and Social Sciences, H-Soz-u-Kult
Identität im Spiegel der Interdisziplinarität: Sprach-, Literatur- und Sozialwissenschaften im Dialog, Bericht von: Fanny Cohen & Jeanette Süß, H-Net, Clio-online and H-Soz-Kult, 23. März 20162016 •
Pajevic, Marko (Hrsg.): Mehrsprachigkeit und das Politische. Interferenzen in zeitgenössischer deutschsprachiger und baltischer Literatur.
Marin, Jänes; Saagpakk, Maris; Saar, Marianne Laura; Saar, Annika: Widerspiegelungen der gesellschaftlichen Mehrsprachigkeit in der deutschbaltischen Literatur am Beispiel von Georg Julius von Schultz-Bertram, Monika Hunnius und Edzard Schaper. Korrekturfahne des Artikels.2020 •